
12.07.11 14:17
Weltcup in Windham: Adelheid Morath mit halber Olympianorm (inkl. Interview)
Die Frauen des FELT ÖTZTAL X-BIONIC Teams haben den Herren im Team beim fünften Saisonweltcup in Windham, USA, die Show gestohlen.
Vor allem Adelheid Morath legte mit Platz 14 ein beeindruckendes Rennen hin ist damit den großem Traum der zweiten Olympiateilnahme ein ganzes Stück näher gerückt. Zwei Mal unter die Top 15 hat der BDR zur Bedingung gemacht. Einmal hat Morath die Hürde nun genommen!
Noch besser im Rennen lag die Slowenische Landesmeisterin Blaza Klemencic, die mit Rang 8 ihre zweite Top10 Platzierung der laufenden Weltcup Saison klar machte. Glücklich über den Erfolg hat Blaza Klemencic noch einiges vor: „In Kanada war ich müde. Die Marathon WM und die lange Reise haben Kraft gekostet, aber in den USA konnte ich gut regenerieren und war fit und auch das Material hat bestens funktioniert. Jetzt noch zwei Weltcups und ich werde alles tun um mein Saisonziel, einen Platz auf dem Podium, zu erreichen.“
Das Kurz-Interview mit Adelheid Morath:
F: Du kommst gerade vom Flughafen zurück aus den USA. Hat sich die Reise nach Übersee für dich gelohnt?
Adelheid: Auf jeden Fall. Nach dem ersten Rennen in Kanada war ich enttäuscht, aber mit Platz 14 in Windham hat sich die Reise mehr als gelohnt, schließlich ist das schon die halbe Olympianorm!
F: Du sprichst es an. Der BDR beginnt ungewöhnlich früh, die Resultate für die Qualifikation heran zu ziehen.
Adelheid: Ja, das hat mich sehr überrascht, aber jetzt, wo ich die halbe Norm habe, bin ich natürlich froh über diese Entscheidung. Gerade in einem Sport, wo man mit einem Platten immer mal Pech haben kann, ist der Druck enorm groß, sich zu platzieren, ich bin daher erleichtert, dass mein 14. Platz nun schon die halbe Miete ist. Ich kann jetzt viel lockerer an die Sache heran gehen.
F: Da du die ersten beiden Weltcups auslassen musstest, hast du in jedem Rennen eine hohe Startnummer und musst dich durchs Gedränge kämpfen. Wie schwierig ist das?
Adelheid: Darüber darf man nicht nachdenken. Der Start wird natürlich wichtiger, die Konzentration ist höher. Es hängt aber sehr von der Strecke ab. Offenburg ist optimal. Da ist genug Platz und auch in Windham folgt nach dem Ziel gleich ein langer Anstieg, den man sehr gut nutzen kann. Daher ist es nicht ganz so schlimm, aber natürlich würde ich gerne weiter vorne starten und mir diesen zusätzlichen Stress ersparen.
F: Platz drei bei den deutschen Meisterschaften und jetzt läuft es auch im Weltcup richtig gut. Hast du selbst mit einem so schnellen Comeback gerechnet?
Adelheid: Auf keinen Fall. Eigentlich sollte die Saison für mich erst beim Weltcup in Tschechien richtig starten. Die Rennen davor hatte ich im Kopf schon als Testrennen verbucht. Aber jetzt läuft es sensationell gut.
F: Du wirkst frisch – auch mental.
Was hat sich seit der Zwangspause verändert?
Adelheid: Eigentlich alles. Vom Kopf her muss man sich das so vorstellen: Die ganze letzte Saison wusste ich, dass ich krank bin, aber eine genaue Diagnose kam erst spät. Ich habe meinen Körper nicht vertraut, hatte natürlich auch Angst und stand trotzdem immer am Start und habe mir gesagt: „Wird schon werden“. Es wurde aber nicht. Jetzt ist das ganz anders. Ich vertraue meinem Körper und weis, dass ich gesund bin. Ein Jahr lang bin ich durch einen Tunnel gegangen und jetzt ist endlich das Licht wieder da.
F: Noch zwei Weltcups stehen an. Reicht es noch für einen Platz in den Top10?
Adelheid: Ich mache mir keinen Druck. Ich habe jetzt schon mehr in dieser Saison erreicht, als ich mir erträumt habe. Mit dieser Einstellung gehe ich in die nächsten Rennen. Aber klar, die Top10 sind drin! Und ich könnte die Olympianorm jetzt schon klar machen.
Angeschlagener Litscher kämpft sich auf Rang 14
Bei den Männern lief es im amerikanischen Windham nicht ganz so gut. Thomas Litscher, der in der Woche mit einer Erkältung zu kämpfen hatte, schob sich am Start auf Rang 5 vor, doch der anstrengende Kurs machte ihm zu schaffen. Der U23 Vizeweltmeister verlor Platz um Platz, war zwischenzeitlich nur auf Platz 27 zu finden. Vor allem der nie Enden wollende Anstieg direkt nach dem Start war für den angeschlagenen Schweizer zuviel. Bis der Knoten in der vierten Runde platze und Litscher ohne Rücksicht auf Verluste durchstartete. Getragen von seinem FELT Edict konnte er seine Stärken ausspielen und schlug genau in dem Moment zurück, als die Konkurrenz müde Beine bekam. Bis auf Platz 14 kämpfte er sich nach vorne und hat in Windham gelernt: „Das Rennen ist erst auf der Ziellinie vorbei!“
Ergebnisse UCI MTB Worldcup Windham:
MEN
1 Jaroslav Kulhavy (Cze) 1:35:34
2 Nino Schurter (Swi) 0:00:29
3 Christoph Sauser (Swi) 0:00:30
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14 Thomas Litscher (Swi) 0:03:36
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56 Karl Markt (Aut) 0:10:51
WOMEN
1 Julie Bresset (Fra) 1:35:36
2 Catharine Pendrel (Can) 0:00:39
3 Annika Langvad (Den) 0:01:24
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8 Blaza Klemencic (Slo) 0:02:14
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14 Adelheid Morath (Ger) 0:04:37
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33 Sabrina Enaux (Fra) 0:10:37


