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29.07.11 12:52

Comeback: Böcherer heiß auf Duell mit Bracht

(tri-mag.de, Jan Sägert) Nichts überlässt Andreas Böcherer vor seinem Comeback dem Zufall: Um seine nagelneue Rennmaschine für den Start in Heidelberg einzustellen, machte der 28-Jährige sogar noch einen Abstecher ins Radlabor Freiburg. Auch sonst kann es Böcherer kaum erwarten, endlich in die zweite Saisonhälfte einzusteigen. Eine Zerrung im Gesäßmuskel hatte Anfang Juni die Freude über den Sieg beim Ironman 70.3 Rapperswil getrübt und eine längere Laufpause erfordert.

Böcherer bereit für Bracht
Mittlerweile ist die Verletzung auskuriert und Böcherer nach einigen schnellen Laufeinheiten auf der Bahn bereit für das traditionsreiche Rennen in der Universitätsstadt im Südwesten. Prominente Kollegen, wie Sebastian Kienle und Normann Stadler, haben sich in den letzten Jahren am Neckar in die Siegerliste eingetragen. 2010 siegte Felix Schumann, der Vierte der Challenge Roth. Doch weder der zweimalige Hawaiichampion, noch Kienle oder Schumann können am Sonntag dabei sein. Für seinen dritten Saisonsieg nach Heilbronn und Rapperswil muss Böcherer aber einen anderen Hochkaräter aus dem Weg räumen. Denn Timo Bracht setzt seine Kurzdistanz-Tour auch eine Woche nach dem Sieg in Ladenburg fort. Dort hatte der 36-Jährige vor allem auf der Laufstrecke eine eindrucksvolle Vorstellung abgeliefert, war in starken 33:05 Minuten über die finalen zehn Kilometer geflogen. Eine Leistung, die sicher auch Böcherer mitbekommen hat. Wenngleich der acht Jahre jüngere Schwarzwälder den zweifachen Ironman-Europameister beim Saisonauftakt im Mai in Buschhütten schon einmal deutlich besiegen konnte. "Ich bin bereit und freue mich auf ein weiteres Duell mit Timo", ließ Böcherer seine Fangemeinde via facebook wissen.

Rampen, Kurven, Kopfsteinpflaster
Nach 1,7 Kilometern Neckar-Schwimmen mit Start am Heidelberger Schloss geht es für Böcherer, Bracht und Co. am Sonntag auf einen 35 Kilometer langen anspruchsvollen Radkurs mit knackigen, bis zu 14 Prozenten steilen Rampen, und rasanten Abfahrten. Auch auf den Kopfsteinpflasterpassagen und in den engen Kurven in der Heidelberger Altstadt ist technisches Können gefragt. Wer das Rennen gewinnen will, sollte rund um den Königstuhl noch nicht alle Körner verschießen, denn die Laufstrecke am Neckarufer ist mit stattlichen 160 Höhenmetern und einem Anstieg mit zehn Prozent Steigung gespickt. Keine Sonntagsausfahrt. Weder für Bracht und Böcherer, noch für 1.200 Hobbyathleten, die das Rennen am Sonntagmorgen aufnehmen werden.