
06.10.10 12:20
Anna Baylis-Scheiderbauer am Start ihres Ziels
KONA – Kommenden Samstag steht Triathletin Anna Baylis-Scheiderbauers am Start ihres Ziels: In der Bucht von Kona (USA) bei den Ironman-Weltmeisterschaften in Hawaii. “Wenn du Triathlet bist, gibt es nichts Größeres als diesen einen Tag”, schwärmt die 34-jährige Australierin vom Team FELT ÖTZTAL X-BIONIC. “Hier wurde Langdistanz-Triathlon erfunden, hier beginnen und enden die Träume eines jeden Ausdauerathleten.”
Der Weg nach Hawaii führte für die in Offenburg lebende Langdistanzathletin vom Mountainbike-Rennsport über den Ötztal-Radmarathon, wo Kühtai, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch an einem Stück, gepaart mit 254 Kilometern, am Programm standen. Sie lief zum Training auf die Berge rund um Sölden und passierte am Weg nach Kona – Start und Ziel der Weltmeisterschaften – die Ironman-Europameisterschaften in Frankfurt, wo die Australierin auf Rang 14 lief – und sich damit für die Ironman-Weltmeisterschaft qualifizierte. Nebenbei gewann Baylis-Scheiderbauer noch die baden-württembergischen Landesmeisterschaften.
Vor rund zwei Wochen reiste Baylis-Scheiderbauer nach Hawaii, wo bis zum Wettkampf am Samstag vor allem eines zählt: “In Bewegung bleiben, ohne jedoch zu viel zu machen und sich damit zu schonen.” In Hawaii zehren neben starken (Gegen)Wind heiße Temperaturen an der Substanz der Athleten. Baylis-Scheiderbauer: “Die Ironman-WM ist wie Höhenbergsteigen: Ausreichende Akklimatisation ist das Um und Auf.”
Zur Ironman-Weltmeisterschaft:
3,8 Kilometer im Wasser, 180 Kilometer am Rad, 42,195 Kilometer in Laufschuhen – seit seiner Erfindung 1978 gilt der Ironman in Hawaii als Maß der Dinge im Triathlon. Gebohren aus der Idee heraus, das Mögliche auszuloten, wuchs der Ur-Ironman mit 15 Teilnehmern rasch zum Mythos. 1982 erfasste die Ironman-Welle auch Deutschland. Seither wuchs die deutsche Triathlongemeinde auf Tausende Aktive – Offenburg ist mit den Hansgrohe-Triathlon wichtiger Part der Bewegung.
Zu Annas Equipment:
Anteilsmäßig verbringen Ironman-Athleten die meiste Zeit am Rad. Je besser die Aerodynamik des Rades, desto kraftsparender bewältigt der Athlet die 180 Kilometer durch die hawaiianische Vulkanwüste. Anna Baylis Scheiderbauer verwendet mit dem FELT DA das wohl fortschrittlichste Rad am Markt: Mehrere Dutzend Detaillösungen und zig Stunden im Windkanal machten es zum wohl schnellsten und schönsten Stück Carbon zwischen Offenburg und Hawaii. Bei der Bekleidung vertraut Anna Baylis-Scheiderbauer auf X-BIONIC. Sie wird die patentierte 3D Technologie einsetzen, um Ihre Köpertemperatur optimal zu regulieren.


