07.-08. Juli 2012 Marathon ChallengeSPORTS STAR Nachwuchs Challenge 2012
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24.08.10 12:16

Sportskanone Sonja Benz über ihr Erlebnis Hansgrohe-Triathlon Offenburg 2010: „Aufregung, Spannung, nette Begegnungen und Sport, Sport, Sport!“

Endlich Freitag, 30. Juli 2010! – Packen für den Triathlon, die Aufregung steigt. Bloß nichts vergessen! Es ist an vieles zu denken: Badeklamotten, Schwimmbrille, Handtuch, Radhose und Shirt, Pulsuhr, Helm, Brille, Kappe, Rad, Radschuhe, Laufschuhe, Riegel, Sportgetränk…. Ich richte einen Korb für das Rennen und die Wechselzone, packe unseren Bus und mittags geht`s dann endlich los in Richtung Offenburg.


Ich bin gespannt, wie alles ablaufen wird, die Wechsel kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Doch ich habe gut trainiert und bin bereit für meinen ersten Triathlon!


Als wir in Offenburg ankommen sind wir positiv überrascht. Campingstellplatz direkt vor Ort am Gifizsee, Strandbad, Wasserrutsche für meine Tochter Nina, warmes, sonniges Wetter. Die Crew von Scheiderbauer-Sports ist noch mit dem Aufbau beschäftigt. Muss doch morgen alles an Ort und Stelle sein. Ich bin gespannt, ob das alles noch klappt… und tatsächlich, Sa. 10.00 Uhr steht alles – Profis eben!


Am Freitag hüpfe ich noch ins warme und trübe Wasser! Ich entschließe mich beim Wettkampf Brust zu schwimmen, zwecks der Orientierung. (Ich habe so viel Kraul trainiert, aber egal….) Danach hab ich mich auf mein FELT B12 geschwungen und bin die Radstrecke abgefahren. Ziemlich flach mit zwei leichten Anstiegen. Das gefällt mir. Kurz noch mit dem Rad auf die Laufstrecke – passt!


Überhaupt nicht aufgeregt gingen wir dann in die City von Offenburg. Das Kino wollten wir besuchen, doch wäre dies zu spät geworden, also gingen wir zum Essen. Doch gab es in dem Lokal nichts Passendes für mich – für einen Vorwettkampfabend – so habe ich nichts bestellt und später meine vorgekochten Gemüsenudeln aufgewärmt! Schließlich wollte ich am nächsten Tag topfit am Start stehen.


Am Samstag haben wir dann tatsächlich verschlafen (Das passiert mir sonst nie, ich bin ein Frühaufsteher!). Also zügig frühstücken, Brot, Kaffee, Wasser und dann die Startunterlagen abholen (Tasche mit Startnummer, Badekappe, Werbung….).
Nachdem ich mein FELT B12 mit der Startnummer versehen hatte und meinen Helm beklebt hatte, ging es zum Bike Check-In. Das Rad wurde geprüft, Helm, geschlossener Kinn-Riemen… soweit alles in Ordnung. Doch wo sind die Dinge für die Wechselzone? Und die Startnummer? – Ach das brauch ich jetzt schon! Und wie ist das mit einer Startnummer und zwei Sicherheitsnadeln? Wie soll diese beim Radfahren hinten und beim Laufen vorne befestigt werden? – Ich habe doch keine Zeit die Nr. „umzumontieren“. Ich frage mich durch und mir wird erklärt, dass ich einen Gummi benötige. Mir ist die Sache immer noch nicht ganz klar. Erst als ich so einen Gummi sehe… kein Problem denke ich, gehe an unseren Bus, nehme einen Brustgurt ohne Sender, befestige die Startnummer mit den beiden Sicherheitsnadeln – und schon kann die Startnummer mit einem Dreh vorne oder hinten sein. Ganz einfach, aber auf die Idee muss man erst mal kommen…. Eine Anregung: legt doch einen Gummi in die Startertüte oder einen Hinweis zur Startnummern-Befestigung in die Teilnehmer-Infos.


Also wieder in die Wechselzone, alles genau herrichten: Rad an die Stange hängen, darunter Handtuch, Radschuhe mit Socken, dahinter Laufschuhe, Trinkflasche, Helm ans Rad hänge. Ich markiere mir meine Wechselzone mit einer Fahne, damit ich im Rennfieber zielstrebig an den richtigen Platz laufe.


So langsam werde ich dann doch aufgeregt und bald schon ist es  12.30 Uhr – ich mache mich klar für den Start, die Spannung steigt. Jörg Scheiderbauer erklärt nochmal kurz die Regularien: beim Schwimmen an den Bojen rechts vorbei, aus dem Wasser, Wechsel Rad, kein Windschattenfahren, 10 m Abstand, Überholvorgang muss in 15 Sekunden abgeschlossen sein, hinterer Fahrer ist für den Abstand verantwortlich, bei Verstoß Nennung der Nummer  und Zeitstrafe in der Penalty-Box, 4 Runden Radfahren, Absteigen vor dem Strich, Wechselzone, Lauf… Puh! – Das werde ich schon hinbekommen! Wir stehen zum Start am Ufer (Ich habe mich auf der rechten Seite eingereiht, um möglichst wenig „Schläge“ zu bekommen) und warten auf die Streckenfreigabe; es dauert, Verzögerung, wieder ins Wasser, aber jetzt geht’s los. Aufstellung, Fehlalarm - die Spannung löst sich, ich rede mit meinem Nachbarn, für ihn ist es diese Saison der 6. Triathlon – wir sind uns einig, schon das Training auf einen Triathlon ist klasse, und er meint nach dem Wettkampf hätte auch mich das Triathlonfieber infiziert, und endlich geht`s los. Der Startschuss fällt und ich schmeiße mich ins Wasser. Ich komme mir vor, wie in einer Waschmaschine, das Wasser spritzt von allen Seiten, Kabelwasser – ich meine nicht vorwärts zu kommen, doch dann finde ich meinen Rhythmus und schwimme einfach. Mir macht es Spaß, ich schwimme im Wind- oder besser Wasserschatten von meinem Vordermann und muss aufpassen, dass ich ihn nicht über den Haufen schwimme. Schon sind wir an der Boje vorbei, ein paar Züge noch, das Ziel ist in Sichtweite, das Tempo zieht an, Schlusssprint und schon steige auch ich aus dem Wasser, schnell durch die Wechselzone, an meinen Platz, abtrocknen, Socken an, rein in die Schuhe, Helm auf, Brille auf, Startnummer umlegen, Fahrrad schnappen und los, los, los…. Durch die Wechselzone gesprungen, aufs Rad gestiegen und endlich…. RADFAHREN…..die 2. Disziplin….meine Lieblingsdisziplin….


Bisher ist es ganz gut gelaufen und ich bin guter Dinge. Platz um Platz kämpfe ich mich vor, mein FELT B12 geht ab wie die Post, mein Mann Andreas und Nina feuern mich an und ich genieße die Rennatmosphäre. An den kleinen Anstiegen denke ich „Mach deine Beine nicht kaputt, das ist erst die 2. Disziplin, Laufen hast du noch vor dir, besser mehr Frequenz als zu hohe Gänge“. So radle ich Runde um Runde. Auf zur Wechselzone! Ich fahre der Frau vor mir hinterher und sehe wie sie wechselt: Füße aus den Schuhen (während dem fahren), abspringen und los laufen – so machen das wohl erfahrene Triathleten. Ich schalte nur in einen kleineren Gang, erhöhe die Frequenz, Stoppe an der Linie, steige ab und laufe zu meinem Platz. Fahrrad hinhängen, Schuhe wechseln, Helm runter und los geht’s zum Lauf. Ist das ein komisches Gefühl, ein richtiges „Geeier“! – Ich sage mir: „Finde deinen Rhythmus, lass dich nicht aus der Ruhe bringen!“. Es dauert, aber dann geht es immer besser! Leider hat sich ein Stein in meinen Schuh geschlichen, egal, ich habe keine Wahl, Schmerzen ignorieren und weiterlaufen – bin ich froh, auf die Sprintdistanz gegangen zu sein, ich denke „genau die richtige Entscheidung“.  Es ist sehr heiß. Glücklicherweise gibt es zwei Verpflegungsstationen, an denen ich Wasser trinken kann. Doch das Wasser wird in einem Becher gereicht. Es bereitet mir große Schwierigkeiten unter dem Laufen (bei Puls 170) aus dem Becher zu trinken. Als Biker bin ich eben ein richtiges Flaschenkind! Vielen Dank für die „Schwammdusche“ – eine erfrischende Abkühlung! In meinem Tempo laufe ich weiter und bald ist das Ziel in Sichtweite, ich kann mein Tempo noch erhöhen und schon bin ich im Ziel und Finisher des Hansgrohe-Triathlons in Offenburg, meinem ersten Triathlon – puh, das war geil, denke ich – und bin glücklich und zufrieden!


Als ich dann bei der Siegerehrung den 3. Platz in meiner Altersklasse belegte, war ich mehr als zufrieden – Podestplatz – geil, Trainingsziel erreicht!


Ich möchte mich ganz herzlich bei den Sponsoren und „Machern“ der Sportskanonenaktion bedanken! Für mich ein unvergessliches Erlebnis: Aufregung, Spannung, nette Begegnungen… und Sport, Sport, Sport!

 

Vielen Dank an
Jörg – für Deine Tausend Ideen – und die Idee der Sportskanone
Anna – für die Unterstützung, Trainingstipps, Antworten
Heiko und Sven – für das tolle Video, eure Geduld und euren Einsatz
Andy – für die wohltuende Massage und für den „Trink-Tipp“!
FELT – für das schnelle FELT B12
ÖTZTAL – für das tolle Trainingslager und die super Unterkunft im Aqua-Dome
X-BIONIC – für die besten Sportklamotten, die ich je hatte!

Eure Sportskanone Sonja Benz

 

 

Fotos Copyright: Braxart