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07.05.10 08:30

Julien Absalon: „Offenburg ein echter Mountainbikekkurs“

Julien Absalon hat alle drei bisherigen Auflagen des Weltcups in Offenburg-Rammersweier gewonnen. Der Franzose, der 2004 und 2008 Gold bei den Olympischen Spielen gewann, gilt als der beste Mountainbiker aller Zeiten. Der 29-Jährige hat die Szene über Jahre hinweg dominiert, zuletzt haben jedoch vor allem junge Fahrer an seinem Thron gerüttelt.

1.    Olympiasieger, Welt- und Europameister und Gesamtweltcupsieger, die Liste ihrer Erfolge ist lang. Welchen Titel würden sie als den schönsten ihrer Karriere bezeichnen?

Meine Siege bei den Olympischen Spielen 2004 und 2008 waren die schönsten Momente meiner sportlichen Laufbahn. Die Goldmedaillen haben von all meinen Triumphen die größte Bedeutung. Damit habe ich mir einen lang ersehnten Traum erfüllt.


2.    Bei den Weltmeisterschaften 2009 mussten sie sich dem jungen Schweizer Nino Schurter geschlagen geben. Auch beim Weltcupauftakt in Dalby Forest stand Schurter ganz oben auf dem Podest. Können wir 2010 einen Zweikampf zwischen ihnen und Schurter erwarten?

Selbstverständlich muss man in dieser Saison mit Schurter rechnen. Er hat sich enorm weiterentwickelt. Allerdings darf ich mich nicht nur auf ihn konzentrieren. Es gibt eine ganze Reihe Fahrer, die die Fähigkeit haben sich gegen uns zu behaupten.


3.    In Offenburg haben sie bisher dreimal in Serie gewinnen können. Der Kurs scheint ihnen besonders zu liegen. Was macht den Offenburger Weltcup ihrer Meinung nach so besonders?

In der Tat habe ich bisher alle Rennen in Offenburg gewonnen. Ich schätze die Strecke aufgrund ihrer technischen wie physischen Anforderungen besonders. Man kann durchaus sagen, dass Offenburg ein „echter“ Mountainbikekurs ist.


4.    Sie sind erst mit 15 Jahren zum Mountainbikesport gekommen. Sehr spät, wenn man bedenkt, dass sich viele ihre technischen Grundlagen bereits in jungen Jahren aneignen. Wer hat ihr Talent erkannt und sie auf diesen erfolgreichen Weg gebracht?

Ich war schon immer ein sportliches Kind, zum Mountainbiken kam ich aber eher zufällig. Der Freund und Nachbar meiner Familie hat mich zu einer Radtour durch die Wälder mitgenommen. Schon damals hatte ich jede Menge Spaß auf dem Rad. Von da an nahm dann alles seinen Lauf.


5.    Gestatten Sie uns einen Blick hinter die Kulissen. Wie sieht ihr Alltag aus?

Ich habe das große Glück, dass ich meine Leidenschaft zum Beruf machen konnte. Mein ganzes Leben dreht sich um den Mountainbikesport und ich liebe es. Aber trotz allem weiß ich das Familienleben zu schätzen und genieße die anderen Dinge des Lebens.
 

6.    Welches ist für Sie das wichtigste Problem, das die Politik lösen muss?

Ich halte es für besonders wichtig, dass man auch in Zeiten der Konsumgesellschaft in Einklang mit der Natur leben kann.


Foto Copyright: Orbea